| Gleich vorweg: Der große Regen kam dann
doch noch ! Aber erst ganz gegen Ende der Veranstaltung, dem großen
Oldtimertreffen mit Teilemarkt in Créhange bei Folquemont, Nähe
Saint Avold. Eine gute Truppe waren wir, unsere Fahrzeuge gut
vorbereitet für den "Ausflug" hinter der französischen Grenze. Gegen
10 Uhr kamen wir bei etwas trübem Wetter in Créhange an, wo wir
wieder auf gewohntem Gelände unser Lager aufschlugen. Schnell füllte
sich das riesige Areal. Viele bekannte Gesichter, bekannte Fahrzeuge
und wieder viel Neues, was es da zu entdecken gab. Ein gutes
Mittagsmahl für die Fahrer der Oldies, nette Plaketten und kleine
Präsente für jeden. Die Organisatoren hatten sich mal wieder, wie
bereits seit Jahren gewohnt, viel, viel Mühe gegeben, eine große
Show zu gestalten. Am Spätnachmittag
drohten dunkle Wolken und rieten, die Heimfahrt schnellstens
anzutreten. Starkregen war angesagt, so dass wir hauptsächlich an
unseren Oldie-Kollegen Jürgen dachten, der mit seiner Vespa unsere
Gruppe verstärkt hatte. Wie sollte er bei Starkregen und
angekündigten Wasserlachen auf den Straßen den Heimweg wagen?
Aber es ging doch! In seiner wasserdichten Regenkleidung, die er in
seiner Vespa vorsorglich mitführte, kämpfte er gegen Böen und
Wasserseen auf den Straßen an. Hut ab, Jürgen. Eine Panne wieder einmal traf unseren SunCar Roadster, dem der Scheibenwischer auf der Beifahrerseite auf
einmal fehlte. Aber das kennen wir ja vom vorigen Jahr an fast
gleicher Stelle. Alles
wiederholt sich einmal, war unser gemeinsamer Tenor. Und es ging
trotzdem. Unser Völklinger Freund Dieter, der mit dem Peugeot 203
von 1955, war zwischendurch abgefahren, um über den Warndt seinen
Heimatort zu erreichen. Und gerade dort im Warndt bei Lauterbach
erwischte es ihn bzw. seinen 203. Ein tückischer See von fast einem
halben Meter Höhe hatte sich gebildet und war trotz langsamer Fahrt
nicht zu erkennen. Mittendrin streikte der Peugeot; seine Zündanlage
stand unter Wasser und war nicht so schnell trocken zu bekommen.
Freundliche Helfer fuhren ihn heim. Der Peugeot wurde dann
noch vor Mitternacht aus den "Fluten" gerettet und in die Garage zum
Trocknen gebracht. Alle kamen dann doch letztendlich halbwegs wohlbehalten in ihre heimischen Unterstände.
Wohl keiner hätte in Jürgens Haut stecken mögen. Aber gerade er fuhr
seine Vespa und sein Gepäck durch die Fluten ins heimische
Heusweiler, von wo zwischendurch die grausigsten Nachrichten übers
Radio kamen, was das Unwetter betraf. Er hat´s aber geschafft, es
war wieder Berechnung, was denn sonst? Berechnung dahin gehend, dass
er nicht mit seiner Zündapp oder der Kreidler Florett unterwegs war.
Er zog es diesmal vor, die Vespa mit "Beinschutz" ins Wochenende
mitzunehmen. "Halb so schlimm", so sein Kommentar zur total nassen
Ausfahrt.
Und nächste Woche geht´s wieder "auf die Piste", um dann so langsam
der Saison doch Abschied zu gebieten. Ein Sommer wie jeder andere
zuvor. Überwiegend schöne Sonntage, ab und zu auch ein paar Tropfen.
Wir können und wollen es auch nicht ändern. Es gehört einfach zur
spannenden Oldtimerei dazu.
Hier ein paar schöne Bilder
vom Tag
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Fotos: M. Kurz + W. Hautz
und k-mediadesign Schiffweiler |